Europa Konsumbarometer 2012 (Sparen/Ausgeben)

Pressemitteilung 17. April 2012, Europa Konsumbarometer 2012 

Sparen oder Ausgeben – Europäer wägen ab

  • Verhaltene Einschätzung der wirtschaftlichen Gesamtsituation
  • Sparabsichten in West- und Südeuropa und Konsumlust in Osteuropa
  • Ausgaben für Wohnen und Einrichten haben hohen Stellenwert


Die aktuelle Wirtschaftslage stellt die Konsumlust der europäischen Mittelschicht auf eine Probe. Laut Europa Konsumbarometer 2012, einer Studie der Commerz Finanz GmbH, ist das Kaufverhalten der Verbraucher von Vorsicht begleitet. Im Fokus der aktuellen Ausgabe steht das Konsumverhalten der europäischen Mittelschicht. „Die unsichere Wirtschaftslage spiegelt sich in der Stimmung der Europäer wider“, so Dr. Anja Wenk, Bereichsleiterin Vertriebsmanagement der Commerz Finanz GmbH. „Die europäischen Regierungen unternehmen strenge Sparmaßnahmen, um drastischen Haushaltsdefiziten entgegen zu wirken. Dies spüren auch die Europäer bei ihren persönlichen Budgets“.

Mit 3,8 von zehn Punkten schätzen europäische Verbraucher im Durchschnitt die Gesamtsituation ihrer Länder negativ ein. In Deutschland (+ 0,4) und Rumänien (+ 0,7) ist die Stimmung zuversichtlicher: Hier ist die Bewertung im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Insbesondere Deutsche zeigen großes Vertrauen in die Fähigkeiten des Staates, die Wirtschaftskrise bewältigen zu können. Sie vergeben 6,2 Punkte. Zufriedener sind die Europäer dagegen mit ihrer persönlichen Situation: Sie bewerten diese mit fünf von zehn Punkten. Auch die Bundesbürger sind mit ihrer persönlichen Situation zufrieden und vergeben im europäischen Vergleich die höchste Punktzahl (6,2).

Konsumlust mit Vorsicht
Europa ist auf Sparkurs: In acht von zwölf untersuchten Ländern planen die Verbraucher in den nächsten Monaten ihre Ersparnisse zu erhöhen. Im Vergleich zum Vorjahr sind die Sparabsichten in Deutschland um fünf Prozent gestiegen. Das Bedürfnis der Deutschen mehr zu sparen, hat konkrete Gründe. „Statistisch betrachtet sind die Einkommen relativ stabil, aber finanzielle Belastungen nehmen zu: von der privaten Altervorsorge, über Eigenleistungen im Gesundheitsbereich, steigende Bildungsausgaben sowie erhöhte Mobilitätskosten,“ erklärt PD Dr. Berthold Vogel von der Georg-August-Universität Göttingen und dem Hamburger Institut für Sozialforschung.
Franzosen, Italiener, Polen und Russen widersetzen sich der allgemeinen Stimmung: Sie wollen weniger Rücklagen bilden. Insgesamt ist die Sparquote der west- und südeuropäischen Haushalte höher als in den osteuropäischen Ländern. Trotz Sparabsichten ist auch die Konsumlust der Verbraucher vorhanden. 42 Prozent der Bundesbürger planen ihre Ausgaben in den nächsten Monaten zu erhöhen (Europa: 54%). Passend zu ihren niedrigen Sparabsichten, zeigen Osteuropäer die größte Konsumfreude.
 
Deutschland: Ausgaben für Haus und Wohnung sind beliebt
Die Europäer verreisen gern und lieben eine abwechslungsreiche Freizeitgestaltung – für die Hälfte der Befragten stehen deshalb Ausgaben im Bereich Reisen und Freizeit an erster Stelle. In Deutschland wollen sich 57 Prozent der Befragten in den nächsten Monaten einen Urlaub leisten. Danach folgen Ausgaben für Haus und Wohnung: Hausumbau und -renovierung (49 %), Möbel
(40 %), Haushaltsgeräte (38 %) und Unterhaltungselektronik (32 %). Die Ausgaben für diese Posten steigen im Vergleich zum Vorjahr und liegen über dem europäischen Durchschnitt.

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Bildunterschrift:
Deutsche wollen ihre Ausgaben erhöhen.

 
Über die Studie:
Das Europa Konsumbarometer wird jährlich von der Commerz Finanz GmbH herausgegeben. Alle Untersuchungen und Prognosen wurden im November/Dezember 2011 in Zusammenarbeit mit dem internationalen Marktforschungsunternehmen BIPE auf Basis einer Internetumfrage realisiert. Traditionell befasst sich die Studie mit dem Verbraucherverhalten in Europa sowie den Entwicklungen und Trends in verschiedenen Konsumgüterbranchen. In der aktuellen Ausgabe liegt der Fokus auf dem Konsumverhalten der europäischen Mittelschicht.
Dabei bezieht sich die Definition der Mittelschicht auf das Einkommen. Ein Haushalt zählt zur Mittelschicht, wenn er weder zu den ärmsten 20 Prozent noch zu den wohlhabendsten 20 Prozent der Gesellschaft gehört. Somit bildet die Mittelschicht 60 Prozent der Bevölkerung. Zum einen eignet sich diese länderübergreifend einheitliche Abgrenzung für internationale Vergleiche, und zum anderen liegt sie nah bei der eigenen Wahrnehmung der Haushalte.
Durch die Krise im Euroraum und die unsichere Wirtschaftslage in Europa steht die Kaufkraft auf dem Prüfstand. Die europaweite Erhebung zeichnet facettenreiche Länderporträts und gewährt Einblick in landes- und branchenspezifische Konsumdaten. Die Studie basiert auf einer repräsentativen Befragung von über 6.500 Europäern (über 18 Jahren) in den zwölf teilnehmenden Ländern: Deutschland (DE), Frankreich (FR), Großbritannien (GB), Italien (IT), Polen (PL), Portugal (PT), Rumänien (RO), Russland (RU), Slowakei (SK), Spanien (ES), Tschechische Republik (CZ) und Ungarn (HU). Das Europa Konsumbarometer 2012 kann über www.markt-studie.de erworben werden.


Über die Commerz Finanz GmbH:
Die Commerz Finanz GmbH ist ein Gemeinschaftsunternehmen der BNP Paribas Personal Finance S. A. und der Commerzbank AG. Im Unternehmensfokus steht die Vergabe von Konsumentenkrediten, insbesondere die Absatzfinanzierung im stationären Handel sowie im E-Commerce. Das Produktportfolio umfasst Ratenkredite, Kartenprodukte mit Verfügungsrahmen und endfällige Kredite. Vertriebspartner sind Handelsunternehmen jeder Größe, Banken und Versicherungen. Die Commerz Finanz GmbH vereint die langjährige Erfahrung und Tradition ihrer Anteilseigner mit Innovationskraft und Flexibilität.


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