Nachhaltiger Konsum

Teil 1: Schon vom CO2-Fußabdruck gehört? So berechnen Sie ihn.


20.12.20224 Min.

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Wenn es um die Umweltbelastungen geht, die wir als Person oder Unternehmen verursachen, wird häufig der Begriff „CO2-Fußabdruck“ verwendet. Wir erklären im ersten Teil, was damit gemeint ist. 

Im Internet sind sie inzwischen immer häufiger zu finden: CO2-Rechner. Also Webseiten, auf denen Sie anhand Ihrer persönlichen Daten den CO2-Fußabdruck für Ihre individuelle Kohlendioxid-Belastung ausrechnen können. Doch warum Kohlendioxid? Und warum Fußabdruck?

Jede:r von uns produziert Treibhausgase

CO2 – oder Kohlendioxid – ist nichts anderes als die chemische Formel für Treibhausgase, bestehend aus einem Molekül Kohlenstoff (C) und zwei Molekülen Sauerstoff (O2). Es entsteht unter anderem, wenn Erdöl, Kohle oder Erdgas verbrannt werden. Das ist zum Beispiel im Verkehr, bei der Erzeugung von Strom oder in der Industrie der Fall.

Diese Gase gelangen in die Erdatmosphäre und sorgen hier für den gefährlichen Treibhauseffekt. Denn sie verschwinden leider nicht einfach im Weltall, sondern strahlen zurück auf die Erdoberfläche und sorgen so dafür, dass sich die Erde zusätzlich erwärmt.

Ein Abkommen für weniger Emissionen

Um die Erderwärmung zu stoppen, müssen die Treibhausgase also deutlich reduziert werden. Dies wurde im Pariser Klimaschutzabkommen beschlossen. Auch wir bei Consors Finanz BNP Paribas sind vom Klimaabkommen überzeugt: Der Anstieg der weltweiten Temperatur muss beschränkt werden, und zwar auf möglichst 1,5 Grad Celsius. So gelingt es, die Folgen des Klimawandels zu einzudämmen. Lesen Sie in diesem Beitrag zu unserem Manifesto, welche verschiedenen Maßnahmen wir für den Schutz unseres Planeten umsetzen und warum.

Das „Übereinkommen von Paris“ wurde am 12. Dezember 2015 auf der Weltklimakonferenz in der französischen Hauptstadt beschlossen. 195 Staaten verpflichteten sich, den Klimawandel einzudämmen und die Weltwirtschaft klimafreundlich umzugestalten.

Konkret heißt es in dem Abkommen, dass der weltweite Temperaturanstieg möglichst auf 1,5 Grad Celsius, auf jeden Fall aber auf deutlich unter zwei Grad Celsius beschränkt werden soll.

Quelle: Bundeswirtschaftsministerium

Um das Klimaziel zu erreichen, sind wir alle gefragt. Der Begriff „Fußabdruck“ steht dabei sinnbildlich für die Fläche auf der Erde, die ein Mensch bei seinem jeweiligen Lebensstil hinterlässt. Er beinhaltet die eigenen Emissionen an Treibhausgasen, aber auch die Herstellung und Entsorgung aller Güter, die wir kaufen. Wissen Sie, wie hoch Ihr persönlicher CO2-Fußabdruck heute ist? Nein? Dann geht es Ihnen ähnlich wie vielen unserer Kund:innen, die wir letztes Jahr zum Thema Nachhaltigkeit befragt hatten.

Dass dieses Thema eine große Rolle spielt haben uns mehr als 90 Prozent der über 1600 Rückmeldungen bestätigt. Allerdings fühlen sich nur knapp die Hälfte der Befragten dazu in der Lage, den eigenen Einfluss auf die Umweltbelastung richtig einzuschätzen. Diese CO2-Rechner geben einen ersten Hinweis darauf.

Übersicht über verschiedene CO2-Rechner

Diese sechs Werte erfassen Sie im CO2-Rechner

In CO2-Rechner können Sie verschiedene Verbrauchsdaten Ihres täglichen Lebens eintragen. Zum Beispiel:

- was auf Ihrem Speisplan steht

- ob und wie oft Sie ein Auto fahren,

-welchen Kraftstoff Sie dafür nutzen,

-ob Sie in den Urlaub oder zu Geschäftsreisen fliegen,

-wie groß Ihre vier Wände sind,

-wie Sie diese beheizen oder

Interessant dabei: Diesen Rechner darf man sich nicht wie eine exakte Kalkulation vorstellen. Vielmehr handelt es sich um eine Software, welche die Angaben u.a. mit Durchschnittswerten misst und daraus eine persönliche CO2-Bilanz erstellt. Diese wird meist in Tonnen angegeben und mit dem Durchschnittsverbrauch in Deutschland verglichen. So kann das Ergebnis dabei helfen, den eigenen Ausstoß an Kohlendioxid besser einzuschätzen.

Übrigens: Wir Deutsche verbrauchen im Durchschnitt rund 11,6 Tonnen CO2 pro Jahr¹. Damit zählen wir zu den weltweit größten Verursacher:innen von Treibhausgasen. Aufgrund unseres Lebensstils tragen wir also eine besonders hohe Verantwortung, um die Emissionen zu senken. 

Im zweiten Teil nächste Woche geben wir Tipps, wie wir alle unserem Planeten noch mehr schützen können! 



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Quellen

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Davon spricht man, wenn positive Effekte, die man über eine nachhaltige Maßnahme erreicht, durch andere Handlungen wieder abgeschwächt werden. Beispiel: Der neue Kühlschrank verbraucht wegen seiner Effizienzklasse weniger Energie. Wenn dieser aber zugleich größer ist, weil man sich als Konsument jetzt etwas Besseres leisten möchte, ist unterm Strich wenig gewonnen.