Nachhaltiger Konsum

Teil 2: Unsere Tipps, wie Sie Ihren CO2-Fußabdruck verringern!


28.11.20223 Min.

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CO2 Rechner Teil 2

Der „CO2-Fußabdruck“ gibt an, welche Menge an Treibhausgas durch unsere Aktivitäten freigesetzt wird – zum Beispiel durch eine Flugreise oder das Heizen der Wohnung. Aber ist das Ergebnis überhaupt aussagekräftig?

Natürlich sind auch wir als Unternehmen gefragt, unseren ökologischen Fußabdruck zu reduzieren. Deshalb engagieren wir uns beispielsweise mit unserer Baumpflanz-Aktion oder mit einer Kreditkarte aus recyceltem Plastik. Darüber hinaus drucken wir intern wie extern nur noch auf recyceltem Papier und haben unsere Reiserichtlinie überarbeitet – mehr Zug als Flugzeug heißt unsere interne Devise.

Im ersten Teil haben wir Ihnen mehrere Rechner vorgestellt. Nun beantworten wir die Frage, welche Aussagekraft das errechnete Ergebnis hat.

Die Beurteilung des online errechneten CO2-Fußabdrucks gilt es kritisch zu hinterfragen. Warum? Viele wissen nicht genau, wie groß zum Beispiel ihr jährlicher Stromverbrauch ist oder wie viele Flugmeilen sie wirklich zurücklegen. In diesem Fall können Sie bei den meisten CO2-Rechnern zwar einfach schätzen oder als Option „weiß ich nicht“ angeben: Aber dadurch wird das Endergebnis ungenauer. Außerdem werden bei einigen Punkten durchschnittliche Verbrauchswerte genutzt, da der Fragebogen z.B. bei Unterhaltungselektronik sonst sehr ausführlich wäre. Das liegt daran, dass es so viele verschiedene Geräte und –typen für Spielekonsolen, Fernsehgeräte & Co. gibt. Dieser Wert kann aber durchaus vom eigenen Verbrauchswert abweichen, wenn man zu Hause ein anderes Gerät benutzt als das aufgeführte Gerät des Online-Rechners. Sind CO2-Rechner also mit Vorsicht zu genießen?

CO2-Rechner eignen sich durchaus, um uns ein Gefühl dafür zu geben, wie sehr wir die Umwelt belasten.

Ein Grund dafür: die Genauigkeit des persönlichen Ergebnisses hängt stark von unterschiedlichen Faktoren ab:

-wie viele und welche Positionen (z.B. Angaben zur Wohnung oder Ernährung) der jeweilige Rechner überhaupt abfragt

-wie genau wir unsere eigenen Verbrauchsdaten (z.B. Stromverbrauch) kennen und

-wie sehr wir der Norm (z.B. Fernsehkonsum) entsprechen, die vielen Daten zugrunde gelegt wird.

Das Ergebnis ist also nur ein Richtwert, keine hundertprozentige Aussage über die Realität.

Unsere Tipps, im Alltag klimafreundlich zu sein

Was aber, wenn das Ergebnis überraschend hoch ausfällt? Lassen Sie sich nicht entmutigen! Dahinter liegt eine große Chance, sein Leben nachhaltiger zu gestalten. Tipp: Starten Sie mit den Verhaltensänderungen, die am schnellsten oder einfachsten umsetzbar sind. Darin liegt nämlich auch ein entscheidender Vorteil von CO2-Rechnern: Die darin abgefragten Daten zeigen ziemlich genau, wo wir in unserem Alltag schon mit kleinen Schritten eine Menge zum Klimaschutz beitragen können. Zum Beispiel indem wir

  • an Feiertagen wie Weihnachten die Familie lieber mit der Bahn besuchen als mit dem Auto oder,
  • Gemüse und Früchte nach Möglichkeit saisonal oder regional einkaufen,
  • ein- oder zweimal pro Woche auf Fleisch verzichten und lieber etwas Vegetarisches essen,
  • bei Kurzstrecken öfter mal aufs Fahrrad umsteigen,
  • öfter selbst den Kochlöffel schwingen anstatt beim Lieferdienst zu bestellen.

Mehr Tipps gefällig? Der WWF hat noch viele weitere Empfehlungen parat, wie wir unseren Alltag klimafreundlicher gestalten können.

Können wir noch mehr tun? Ja, klar! 

Leider lesen wir oft im Zusammenhang mit CO2 Rechnern den Begriff „Kompensation“. Die Idee dahinter klingt zunächst simpel: man gleicht eigene CO2 Emissionen aus, indem man an anderer Stelle Emissionen einspart bzw. in Klimaschutzprojekte investiert.  

Aber: Wenn alle nur noch kompensieren, statt sich anzupassen, werden wir das Ziel des Pariser Klimaabkommens schwer oder gar nicht erreichen.

Wenn wir unserer Umwelt also wirklich helfen möchten, sollten wir zunächst versuchen, vermeidbare Emissionen einzusparen und möglichst viele Tipps in unseren Alltag einbauen. Und nicht entmutigen lassen, wenn es nicht sofort klappt. Jeder Anfang ist ein Schritt in die richtige Richtung.


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