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Kategorie: Nachhaltigkeit

Acht Ladefehler – so verlängerst du die Lebensdauer deines Handyakkus.

Lesezeit: 5 Minuten
Eine Frau zeigt einer anderen einen Tipp auf ihrem Smartphone zu einem typischen Handy Ladefehler.

Der nachhaltigste Akku ist der, den ihr möglichst lange nutzt. Wer die Batterie richtig behandelt, verlängert die Nutzungsdauer seines Smartphones und leistet damit einen kleinen, aber wichtigen Beitrag zum Klima- und Ressourcenschutz.

Das Smartphone ist immer am Start. Wir kommunizieren, navigieren, recherchieren, fotografieren oder bezahlen mit dem Gerät. Genau deshalb muss es auch ständig einsatzbereit sein, also ausreichend Power haben. Und genau das hat auch etwas mit Nachhaltigkeit zu tun. Zwar verbraucht das Aufladen eines Smartphones selbst vergleichsweise wenig Strom. Manche Ladegewohnheiten können aber die Lebensdauer und die Effizienz des Akkus relativ schnell verringern. Ein häufiger Batterietausch geht dabei nicht nur ins Geld, er belastet auch die Umwelt. Denn für die Herstellung der Batterien werden Rohstoffe wie Lithium, Kobalt und Seltene Erden benötigt, deren Gewinnung viel Energie verbraucht und die Umwelt belastet.

Wer seinen Akku schonend behandelt, vermeidet also unnötigen Elektroschrott. Oft reichen schon kleine Veränderungen im Alltag aus, um die Laufzeit des Akkus zu verbessern. Welche typischen Fehler viele Smartphone-Nutzer machen und wie ihr es besser machen könnt.1

💡 Good to know

In praktisch alle modernen Smartphones stecken Lithium-Ionen-Akkus. Die verlieren automatisch mit der Zeit an Kapazität. Das liegt an chemischen Prozessen in den Batteriezellen. Diese Prozesse lassen sich zwar nicht komplett aufhalten, aber erheblich verlangsamen. Entscheidende Faktoren sind

  • Temperatur

  • Ladezustand und

  • die Art des Ladens.

💯Fehler Nr. 1: Den Akku ständig auf 100 Prozent laden

Lithium-Ionen-Akkus altern aufgrund der chemischen Prozesse schneller, wenn sie über längere Zeit immer vollständig geladen bleiben. Experten raten, den Akku relativ konstant zwischen 20 und 80 Prozent zu halten – die sogenannte Komfortzone für Lithium-Ionen-Batterien.

Besonders problematisch ist es, wenn das Smartphone nach Erreichen der 100 Prozent dauerhaft am Ladegerät angeschlossen bleibt. Genau das ist aber oft nachts ein Problem. Da bleibt das Handy wohl bei vielen regelmäßig für ein paar Stunden an der Ladestation, und wir bekommen gar nicht mit, ob es voll ist. Prüft daher mal, ob euer Gerät über die Funktion optimiertes oder adaptives Laden verfügt. Wenn diese Funktion aktiviert ist, lernt das System die individuellen Nutzungsgewohnheiten und passt den Ladevorgang entsprechend an. Es lädt das Handy zum Beispiel erst kurz vor dem Weckerklingeln auf 80 bis 100 Prozent auf.

🪫 Fehler Nr. 2: Den Akku oft auf Null runterrocken

Ständig Full Power ist das eine. Vollständige Entladungen bis null Prozent solltet ihr aber ebenfalls vermeiden. Auch das stresst die Batterien. Einzelne Tiefentladungen sind zwar unproblematisch, sollten aber nicht zur Gewohnheit werden.

☀️ Fehler Nr. 3: Das Smartphone großer Hitze oder Kälte aussetzen

Extreme Temperaturen gehören zu den größten Feinden eines Akkus. Hohe Hitze beschleunigt die chemische Alterung dauerhaft. Starke Kälte führt zwar meist nur vorübergehend zu Leistungseinbußen, belastet den Akku aber ebenfalls.

Das Smartphone sollte also besser nicht in der prallen Sonne oder im heißen Auto liegen bleiben und im Winter möglichst nah am Körper transportiert werden.

😮‍💨 Fehler Nr. 4: Das Handy beim Laden intensiv nutzen

Das Handy steckt in der Halterung im Auto, navigiert und sorgt für Musik. Dabei scheint im Sommer oft auch noch die Sonne direkt auf das Gerät. Das ist nicht gut. Dabei ist weniger die Nutzung während des Ladens an sich ist das Problem, sondern die dabei entstehende Wärme, die die Batterie belastet. Wenn möglich, ist es immer besser, das Gerät während des Ladevorgangs komplett ruhen zu lassen.

Vor totaler Überhitzung sorgen inzwischen aber auch die Geräte selbst: Sie reduzieren dann automatisch die Ladeleistung und dimmen oder schalten das Display aus, um sich vor Überhitzung zu schützen.

📴 Fehler Nr. 5: Das Display ist länger als notwendig eingeschaltet lassen

Das Display zählt zu den größten Stromverbrauchern eines Smartphones. Jede zusätzliche Minute eingeschalteter Bildschirm verbraucht Energie. Daher besser den Bildschirm aktiv ausschalten oder eine automatische Bildschirmsperre aktivieren. Auch hohe Helligkeit führt dazu, dass häufiger geladen werden muss. Hier hilft die automatische Helligkeitsregelung des Smartphones.

Porträtbild Marion SteinleitnerPorträtbild Marion Steinleitner

Mach es wie Marion

"Ich achte bei meinem Smartphone bewusst darauf, den Akku im optimalen Bereich zwischen 20 und 80% zu laden. Bei neueren Smartphones lässt sich dieser Ladestop sogar automatisieren. So hält der Akku am längsten."

🚮Fehler Nr. 6: Minderwertige Ladegräte nutzen

Billige oder nicht zertifizierte Ladegeräte können Spannung und Stromstärke ungenau regeln. Das kann den Akku belasten und im schlimmsten Fall sogar ein Sicherheitsrisiko darstellen.

Besser ist es, Original-Ladegeräte oder hochwertige, zertifizierte Netzteile renommierter Hersteller verwenden.

🔌Fehler Nr. 7: Kabellos laden

Drahtloses Laden ist sehr bequem – für den Akku ist das gute alte Kabel aber schonender. Laden per elektromagnetischer Induktion erzeugt nämlich auch wieder schädliche Wärme. Denn kabelloses Laden verliert Energie bei der Übertragung über Magnetfelder, und diese Verlustenergie wird als Wärme an das Smartphone abgegeben.

Fehler Nr. 8: Software-Updates aufschieben

Viele Updates verbessern nicht nur die Sicherheit, sondern optimieren auch das Energiemanagement des Smartphones. Oft beheben sie Fehler, die unnötig Strom verbrauchen.

Betriebssystem und Apps solltet ihr also regelmäßig aktualisieren und neue Energiesparfunktionen nutzen.

So verlängert Consors Finanz die Leben seiner Smartphones 

Um Ressourcen und CO2 einzusparen, nutzen wir unsere Laptops und Mobiltelefone so lange es geht. Im Anschluss werden die Geräte auch nicht entsorgt. Unser Partner AfB (Arbeit für Menschen mit Behinderung) bereitet die Geräte wieder auf (Refurbishing). Ziel ist der Weiterverkauf oder – wenn es nicht anders geht – ein fachgerechtes Recycling. Im Jahr 2020 konnten 804 IT-Geräte aufbereitet und die Mehrheit davon wieder verkauft werden. Bei den Notebooks waren es sogar ca. 90 %. Das entsprach 262.767 kWh Energie, 461.615 l Wasser und 51.741 kg CO2-Äquivalente – oder etwa 25 Flugreisen von New York nach Berlin und zurück.

Fazit: Mehr Nachhaltigkeit braucht oft nur kleine Veränderungen

Viele der Ladefehler lassen sich ganz einfach vermeiden. Ihr müsst sie euch nur einmal bewusst machen. Der Effekt ist aber umso größer. Ihr könnt euren Akku länger nutzen. Und das Gute ist: Damit sorgt ihr nicht nur für weniger Elektroschrott, sondern spart auch noch Geld.