Nachhaltig leben ohne Aufwand: Alltagstipps zum Nachahmen

Schon kleine Änderungen in unseren Routinen können große Wirkung entfalten. Wenn viele Menschen schon ein bisschen umweltbewusster leben, entsteht echte Veränderung. Wir haben im Consors Finanz Team wieder kleine, feine Ökoprojekte aufgespürt. Lasst euch inspirieren!
Streuobstwiese: Einfach Vielfalt ermöglichen
Streuobstwiesen1 zählen zu den artenreichsten Lebensräumen Mitteleuropas. Als Hotspots der Biodiversität bieten sie Lebensraum für Vögel, Insekten, Reptilien und seltene Pflanzenarten. Seit 2021 sind Streuobstwiesen sogar als immaterielles Kulturgut anerkannt.2 Unser Kollege Christian Sommerlade, Sales Manager in München, hat seine eigene Wiese vor seiner Haustür angelegt.
48 unterschiedliche Obstsorten hat Christian peu à peu im Laufe der vergangenen Jahre auf einer 10.000 qm großen Fläche in seinem Garten angepflanzt. Darunter befinden sich so klangvolle Sorten wie der „Berner Rosenapfel“, die „Ananasrenette“ oder die „Gräfin von Paris“. Wie es sich für eine Streuobstwiese gehört, greift er kaum in das Ökosystem ein. Bäume, Sträucher und Stauden dürfen sich bei ihm naturnah entwickeln. „Für viele ist meine Wiese einfach eine Fläche mit Obstbäumen – für mich ist es ein echter Schatz an Biodiversität“, schwärmt er. Sein Ökoparadies baut er stetig aus. Neue Bäume und weitere Sorten kommen hinzu. Nisthilfen, unter anderem für Steinkäuze, Meisen und Wildbienen, Eidechsenburgen oder Käferkeller vervollständigen den vielfältigen Naturraum.
Die Ernte erfolgt klassisch und nachhaltig – „je nach Obstart von Hand, gemeinschaftlich und mit viel Herzblut.“ Einen großen Teil des Obstes verarbeitet Christian direkt weiter, insbesondere zu Apfelwein.
Mittlerweile hat sich der 45-Jährige sogar zum zertifizierten Landschaftsobstbauern ausbilden lassen. Sein Wissen gibt er in Schulungen und Workshops weiter. „Besonders junge Menschen möchte ich für das Thema begeistern, denn eine Streuobstwiese ist weit mehr als eine Obstquelle: Sie steht für Klima- und Artenschutz, für regionale Vielfalt und für eine jahrhundertealte Kulturform.“ Was der Amazonas für Brasilien ist, sei für ihn die Streuobstwiese für Deutschland.




Tipps für das eigene Naturparadies
Selbst in kleinen Gärten oder auf Balkonen könnt ihr etwas für die Artenvielfalt tun.
- Struktur schaffen: Unterschiedliche Bereiche wie Blumenwiesen, Wildstaudenbeete, Hecken und Totholzhaufen (z.B. Asthaufen) bieten viel unterschiedlichen Lebensraum.
Unordnung zulassen: Weniger oft mähen, verblühte Pflanzen stehen lassen und Laub als Winterschutz liegen lassen.
Heimische Pflanzen: Pflanzt lieber heimische Gehölze und Stauden, da diese bessere Nahrung für Insekten bieten. Für Bienen sind zudem ungefüllte Blüten besser, da sie reich an Nektar und Pollen sind und der Zugang zu den Staubgefäßen nicht durch überzählige Blütenblätter versperrt ist.
Ressourcen schonen: Verwendet torffreie Erde, sammelt Regenwasser und düngt organisch.
- Natürlicher Pflanzenschutz: Auf Chemie verzichten – stattdessen Nützlinge wie Marienkäfer und Vögel fördern.
Wassertränken: Für Vögel und Insekten immer ein Schälchen Wasser aufstellen.
Klamottenzirkel im Freundeskreis: Einfach tauschen statt wegwerfen
Fast Fashion und Wegwerfmode verursachen massive ökologische Schäden.3 Unsere Kollegin Sara, Digital Communications Managerin in München, hat mit ihren Freunden einfache Wege gefunden, ihren Klamotten mehrere Leben zu schenken.
Sara ist mit drei Schwestern aufgewachsen. Für sie ist es daher seit jeher völlig selbstverständlich, Klamotten untereinander zu tauschen, zu leihen oder weiterzugeben. „Als ich älter wurde, habe ich das Prinzip einfach auf meinen Freundeskreis ausgeweitet und Kleidertauschabende organisiert“, erzählt die 32-Jährige. Ein Treffen mit vielen Mädels und deren ausrangierten Hosen, Pullovern, Tops und Kleidern. Jede probiert sich durch und nimmt mit, was ihr gefällt. „Ich wollte meinen Kleidungsstücken eine Chance geben, eine neue Besitzerin zu finden, und selbst günstig neue Lieblingsstücke finden.“
Parallel zu den den Tauschabenden ist eine Whatsapp-Gruppe mit etwa 40 Frauen entstanden. Beinahe täglich werden hier Kleidungsstücke und Dekosachen zum Verschenken angeboten. Zugleich kann man hierüber auch unkompliziert fragen, ob man sich zum Beispiel Skiklamotten oder ein langes Kleid für das Wochenende ausleihen kann.
Die neueste Idee: Sara und ihre Clique verbinden größere Partys mit kleinen Vintage-Ständen. Jeder bringt ausrangierte Klamotten inklusive einem Preisetikett mit QR-Code zu einer Bezahladresse mit. Auf dem Fest kann dann jeder zwischen Tanzen, Ratschen und Essen nach Herzenslust SecondHand-Klamotten shoppen. Manche peppen ihr Partyoutfit spontan auf oder besorgen sich Pullis für die kühleren Nachtstunden.
Aufgrund der Tauschzirkel kauft Sara insgesamt wirklich weniger Kleidung. „Es freut mich, wenn dass wir zusammen etwas dafür tun, dass unsere Klamotten eine längere Lebensdauer haben.“


So schützt ihr euch vor der Wegwerfmoden-Falle4
Reduzieren: Überlegt schon vor dem Kauf, ob ihr die Klamotten wirklich braucht. Und wenn ja, dann achtet darauf, dass die Sachen eine gute Qualität haben und möglichst lange halten.
Reparieren: Kaputte Klamotten lassen sich in einigen Fällen leicht noch flicken oder upcyceln.
Weiterreichen: Ausrangierte Teile könnt ihr auf Flohmärkten, in Vintageläden oder über Online-Marktplätze verkaufen. Hier könnt ihr euch im Übrigen auch selbst beim Shoppen umschauen.
Mit dem E-Auto nach Südfrankreich: Einfach navigieren und losfahren
Wenn es um den neuen Firmenwagen geht, stellen sich inzwischen viele die Frage: E-Auto oder doch lieber nochmal ein Verbrenner? Agnes Schuster, Lead Manager IT, hat sich im vergangenen Jahr für den Stromer entschieden. Am Anfang war sie skeptisch, doch spätestens seit dem Sommerurlaub in Frankreich hat sie jegliche Zweifel über Bord geworfen.
Das neue E-Auto kam im Juni 2025. Kurz vor dem alljährlichen Trip zu Agnes Familie in Südfrankreich. Eine Tour von insgesamt 2.750 Kilometer von München durch die Schweiz nach Frankreich und zurück. „Alle meine Verwandten wohnen auf dem Land. Ich hatte daher so meine Zweifel, ob es vor Ort eine vernünftige Ladeinfrastruktur gibt“, erinnert sie sich. All das waren Gründe, warum sie bei der Wahl des Modells darauf geachtet hat, dass der Wagen eine Reichweite von mindestens 400 Kilometern hat. Zudem war ihr wichtig, dass das Auto auch an Schnelladestationen angeschlossen werden kann. Denn Agnes wollte beim Zwischenladen auf der Fahrt nicht allzu viel Zeit verlieren.
„Vor dem Start war ich etwas nervös“, gesteht sie. Letztlich hat dann aber alles viel besser geklappt als gedacht. Insbesondere das Navi hat geholfen. Es plant die Strecke abhängig von dem jeweiligen Ladestand und zeigt daher rechtzeitig verfügbare Supercharger, also Schnellladestationen mit einer Ladekapazität von mindestens 300 KW an. Auch die Funktion „Ladestand bei Ankunft“ war nützlich. Standardmäßig ist das Navi so eingestellt, dass der Wagen am Zielort mit zu mindestens 20 Prozent geladen ist. Das hat Agnes vor der Fahrt geändert: „Da ich wusste, dass es in unserem Dorf kaum Ladesäulen gibt, habe ich es auf 70 Prozent eingestellt. So war ich sicher, dass ich am Zielort noch ausreichend Energie haben würde, um von dort wieder entspannt die nächste Ladesäule zu erreichen“, erklärt die 53-Jährige.
Bis heute ist Agnes begeisterte E-Auto-Fahrerin. Und das nicht nur, weil der Wagen die Feuertaufe auf der Fahrt nach Frankreich überstanden hat. Das Fahrgefühl sei auch einfach toll. Der Wagen fahre so schön leise. „Außerdem habe das gute Gefühl, meinen eigenen CO2-Fußabdruck ein Stück weit zu reduzieren“.5


Tipps für lange Fahrten mit dem E-Auto
- Mit Navi fahren: Lasst euch die Route von dem Wagen berechnen. Er plant automatisch optimale Ladepausen ein.
Ladesäulen-Recherche: Schaut euch an, wie die Ladeinfrastruktur am Zielort ist. Von der Dichte der Ladesäulen hängt ab, ob ihr selbst vor der Ankunft lieber nochmal vollladen solltet.
Reichweite: Wer häufiger lange Strecken fährt, sollte schon bei der Auswahl des Modells auf eine größere Reichweite achten. Auch wenn die Infrastruktur in Europa immer besser wird, ist es angenehmer, nicht allzu oft zum Laden anhalten zu müssen.
Wir übernehmen Verantwortung – als vertrauenswürdiger Finanzbegleiter
Ökologisch, sozial und wirtschaftlich – wir bei Consors Finanz verstehen Nachhaltigkeit ganzheitlich. Aus diesem Grund unterstützen wir auch verschiedene Initiativen, die unseren Kolleg:innen helfen, nachhaltig zu handeln: Bewusster Konsum, faire Finanzierungslösungen und praktische Alltagstipps zahlen auf eine Zukunft ein, in der Lebensqualität und Ressourcenschutz zusammengehen.
Einfach loslegen – jeder Beitrag zählt
Beispiele wie diese gibt es viele. Sicherlich habt ihr selbst spannende Ideen für einfache Nachhaltigkeits-Tipps. Teilt eure Projekte gerne mit uns und inspiriert andere:
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Hinweise
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https://www.nabu.de/natur-und-landschaft/landnutzung/streuobst/streuobstwissen/streuobstbau.html
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Lest dazu auch unsere Blogbeiträge: www.consorsfinanz.de/blog-mehrwert/alte-klamotten-raus-aus-dem-schrank-aber-zu-gut-fur-die-tonne; www.consorsfinanz.de/blog-mehrwert/t-shirt-auf-reisen
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Lest zu dem Thema auch den E-Auto-Selbsttest unserer Flinfluencerin Astrid. www.consorsfinanz.de/blog-mehrwert/selbsttest-e-auto-1; www.consorsfinanz.de/blog-mehrwert/selbsttest-e-auto-2; www.consorsfinanz.de/blog-mehrwert/selbsttest-e-auto-3
